Montag, den 25. Juli 2016 um 17:06 Uhr

Sommerfest MGV Braubach 1843 e.V. 2016

Sommer, Sonne und Gesang

Am zweiten Juli-Sonntag veranstaltete der MGV Braubach 1843 sein diesjähriges traditionelles Sommerfest. Dabei bot der von hübschen Häusern eingefasste Marktplatz wieder den passenden Rahmen, und das bei bestem Sommerwetter sowie spürbar guter Stimmung, zu welcher Alleinunterhalter Klaus Lempart höchst kurzweilig beitrug. Entsprechend frohgelaunt begrüßte der 1. Vorsitzende Herbert Freisberg pünktlich um 11.00 Uhr die zahlreich Erschienenen, für deren leibliches Wohl wie immer die beiden Marktwirte sorgten. Der Einladung des MGV waren zwei Chöre gerne gefolgt,- der MGV „Glück auf“ aus Bad Ems und der vor kurzem zum Gemischten Chor Miehlen mutierte frühere reine Männerchor dort, beide Chöre unter der Leitung von Franz Rudolf Stein.

 Den Liederreigen zu Beginn eröffnete ein Großchor aller anwesenden Sängerinnen und Sänger. Jürgen Salzig, Chorleiter der Braubacher, dirigierte „Das Morgenrot“ von R. Pracht, das – sozusagen – „pracht“voll gelang, und danach leitete F.R. Stein das Gesamtensemble bei Kurt Lissmanns „Aus der Traube in die Tonne“, eines von Theobald Kerners „Radsliedern“. Nach dem mächtigen Schlussakkord kam begeisterter Beifall auf. Das waren zwei tolle, verheißungsvolle „Türöffner“ für die gesamte Veranstaltung!

 Die Sänger der Chorgemeinschaft Braubach boten unmittelbar darauf ihre Beiträge dar. In einem Trinklied von Franz Schubert, „Bacchus, edler Fürst des Weins“, das ein Braubacher Sänger neu getextet hat, bekannten sie sich zu „Braubach, schöne Stadt am Rhein“. Dem folgte „Wie ich beichte wor“, ein humorvolles Mundartlied, das sich mit den Schwierigkeiten eines jungen Mannes beschäftigt, der gern „ein Mädchen haben“ möchte. Dann besang, am Klavier von F.R. Stein begleitet, der Chor die grenzenlose Freiheit in „Über den Wolken“ von Reinhard Mey. Alle Darbietungen erhielten starken Beifall.

 Bevor der Chor sein letztes Lied anstimmte, schritt Vorsitzender Freisberg zu den diesjährig fälligen Ehrungen:

Für seltene 70 Jahre Vereinstreue wurden Helmut Simon und Karl Palm geehrt, für 65 Jahre Karl Theo Hartenfels und für 60 Jahre Willi Müller. Die Vorgenannten erhielten zu ihrer Freude an Stelle einer Urkunde jeweils ein Original-Aquarell mit einem Braubacher Motiv, gemalt von dem leider zu früh verstorbenen Sangesbruder und Künstler Walter Stufferin. Für 50jährige Vereinstreue ehrte man Bernd Hammer, für 40 Jahre Dieter Klein, Günter Merz und Heinz Scholl, für 25 Jahre Uwe Klingelhöfer und Bernd Noll. Letzerer erhielt für 25jähriges aktives Singen im Verein von Jürgen Salzig in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Kreischorverbandes Rhein-Lahn eine Urkunde. Für alle Geehrten, von denen leider nur 5 anwesend sein konnten, erklang ein dreifaches „Hoch soll‘n sie leben“, ehe die Chorgemeinschaft Braubach mit der nachdenklich stimmenden Zukunftshymne „Ihr von morgen“ von Udo Jürgens beeindrucken konnte, auch hier von F.R. Stein am Klavier begleitet.

 Fröhliches Miteinander bei Speis und Trank, gute Gespräche und Klaus Lemparts Musikdarbietungen füllten unterhaltsam jeweils die Singpausen.

 Dann trat der MGV „Glück auf“ aus Bad Ems vor das Publikum und forderte unter F.R. Steins Dirigat und dessen Klavierbegleitung die Zuhörer auf zu „Lebe! Liebe! Lache!“ bei „Rüdesheimer Wein“, und zwar „Im Weinparadies“. Dieser Anregung folgten die Zuhörer gerne und unter herzlichem Applaus.

 Nach einer weiteren Pause dirigierte und begleitete am Klavier F.R. Stein seinen Gemischten Chor Miehlen bei drei sehr gelungenen Vorträgen. Die motivierten Sängerinnen und Sänger beeindruckten zunächst mit Hubert von Goiserns „Jetzt bist so weit, weit weg von mir“. Dann erklang aus „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ das innig vorgetragene „Küss mich! Halt mich! Lieb mich!“ Zum Dritten brachte man aus Peter Maffays „Tabaluga“ den Song „Ich wollte nie erwachsen werden“ zu Gehör. Reicher Beifall belohnte die Miehlener.

 Musikalische Ausrufezeichen setzte zum Schluss des offiziellen Teils die gastgebende Chorgemeinschaft, von Stein am Klavier begleitet, zunächst mit dem Quodlibet „Eins-zwei-drei“, zackig-rhythmisch vorgetragen und vom Publikum begeistert aufgenommen. Ebenso mit Beifall bedacht wurde der Vortrag von Karl Siegels vierteiligem Stück „Fröhliche Welt“. Hier konnte Jürgen Salzig in den beiden Mittelteilen mit seiner Stimme solistisch überzeugen.

 Lange noch genoss die Festgemeinschaft bei Klaus Lemparts musikalischer Unterhaltung den Rest des Tages.

Gesang, Geselligkeit, Gaumengenuss,- nichts davon war am Schluss zu kurz gekommen.

Gerhard Julius

 

 

Zuletzt geändert am: Samstag, den 30. Juli 2016 um 09:05 Uhr

 

 

 

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