Donnerstag, den 15. Dezember 2016 um 08:53 Uhr

Gemeinschaftskonzert auf der Marksburg

Musik zum Träumen auf der Marksburg

Konzert Chorgemeinschaft Braubach und Vokalensemble Rhein-Lahn begeistern mit Qualität und Vielseitigkeit

Braubach. Stimmungsvolle Töne von Franz Schuberts „Im Abendrot“ erfüllen die Halle in der Marksburg hoch über dem Rhein und laden das Publikum schon zu Beginn des Konzerts zum Träumen ein. Edith Potthas führt durch das Programm des „Marksburgkonzerts“ , das ganz unter dem Motto „Musik öffnet Herzen und verbindet“ steht – und eine Verbindung macht dieses Konzertereignis überhaupt erst möglich: In enger Zusammenarbeit gestalteten der Männerchor der Chorgemeinschaft Braubach unter der Leitung von Jürgen Salzig und das von Franz Rudolf Stein geleitete Vokalensemble Rhein-Lahn die Veranstaltung. Passend zum nahenden Tagesende zaubern Stücke wie „Die Nacht“ von Franz Abt, „Abendsegen“ von Engelbert Humperdinck und Josef Rheinbergers „Abendlied“ eine gemütliche Stimmung herbei. Besonders bezaubert hier das Solo von Jürgen Salzig, der, begleitet von Elisabeth Derer auf dem Klavier, „Nacht und Träume“ von Schubert darbietet. Im ersten Abschnitt des Abends stehen gefühlvolle und besinnliche Stücke großer Komponisten wie Anton Bruckner, August Pannen und Franz Schubert auf dem Programm und garantieren damit berühmte Musikwerke von hoher Qualität. „Eine besondere Herausforderung war das Abendlied“, erzählt Chorleiter Stein, „im Gegensatz zu den anderen vierstimmigen Werken ist dieses nämlich sechsstimmig.“ Doch diese Hürde meistert das 2014 als Meisterchor des Chorverbandes Rheinland-Pfalz ausgezeichnete Vokalensemble ohne Probleme.

Munter und beschwingt geht es im zweiten Teil weiter: Der Männerchor beschwört eine „Fröhliche Welt“, und das gemischte Vokalensemble bringt mit Songs von Elton John, Udo Lindenberg und Andreas Bourani gute Stimmung ins Publikum. Gerhard Julius aus der Chorgemeinschaft Braubach sorgt mit Textänderungen in dem Lied „Bacchus, edler Fürst des Weins“ für Heimatbezug, indem er von Shakespeares Originaltext abweicht und stattdessen Braubach besingt. Auch das „Bozener Bergsteigerlied“ hat er verändert, sodass es nun vom Rheintal handelt. Gänsehautmomente verschaffen die Solisten aus den Reihen der beiden Chöre: Jürgen Salzig, Hermann Minor, Michael Scholl und Marius Kaffine sorgen für eine besondere Atmosphäre an diesem Abend. Begleitet werden sie bei ihren Soli vom Klavier oder der Cajon, gespielt von Jonas Kaffine.

Obwohl die Chöre nur zweimal im Monat gemeinsam proben konnten, schafften sie es, dem Publikum ein großes Repertoire an Liedern zu bieten. „Sie sind wirklich sehr vielseitig. Das ist eine große Leistung“, lobt Franz Rudolf Stein das Können der Sänger.

Dieser Bericht ist von Mira Bind von der Rhein-Lahn-Zeitung vom 07. November 2016

Zuletzt geändert am: Donnerstag, den 15. Dezember 2016 um 09:00 Uhr

 

 

 

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