Freitag, den 06. Oktober 2017 um 08:15 Uhr

Sängerreise 2017 nach Beilngries

Von der Marksburg zu Kuchlbauers Bierwelt!

Braubacher Sänger bestaunten den Hundertwasserturm in Abensberg.

 

Die diesjährige, wieder einmal bestens von Rainer Heidrich vorbereitete Vereinstour am mittleren Septemberwochenende war für die Braubacher Chorgemeinschaft ein tolles Erlebnis.

Den Start bildete am Freitagmorgen ein ausgiebiges gemeinsames Frühstück im „Rosenacker“,- eine Praxis, die mittlerweile offensichtlich großen Gefallen gefunden hat und die Stimmung der Fahrtteilnehmer gleich zu Beginn auf ein hohes fröhliches Niveau hob, welches auch für die ganze Fahrtdauer erhalten blieb.

Die 20 frohgelaunten Sängerknaben, singfähig besetzt, und ihre Freunde verließen danach ihr Heimatstädtchen unter dem Segen eines gnädigen Wettergottes und mit dem Koffer eines gewissen Sängers im Frachtraum des bequemen Busses. Natürlich nicht, ohne zuvor unter Leitung ihres Dirigenten Jürgen Salzig das obligatorische „Am kühlenden Morgen“ in die Braubacher Morgenluft geschmettert zu haben.

Ziel der Reise war das schöne Beilngries im Altmühltal, im fränkischen Bayern. Das Quartier, Hotel Goldener Hahn der Privatbrauerei Schattenhofer, war am Nachmittag erreicht, und es verblieb eine schöne Zeitspanne bis zum Abendessen, um das Städtchen mit viel historischer Bausubstanz auf eigene Faust zu erkunden, ebenso für eine „Sitzung“ im Biergarten. Der Abend im Haus gestaltete sich feucht-fröhlich und singfreudig, sehr zur Freude der anderen Gäste im Lokal!

Ausreichender „Matratzenhorchdienst“ befähigte zur Absolvierung des folgenden Tagesprogramms, das den Höhepunkt der Fahrt darstellte. Nach einem Vormittagsbummel ging es ins rd. 60 km entfernte niederbayrische Städtchen Abensberg in der bekannten Hopfenregion Hallertau. Schon von weitem fiel der „Kuchlbauer-Turm“ mit seiner goldenen Dachkugel auf dem Gelände der Weißbierbrauerei Kuchlbauer ins Auge.

Der 34,19 m hohe Turm, ursprünglich sollten es sogar 70 m werden, wurde erdacht und geplant von Friedensreich Hundertwasser, der im Jahr 2000 noch während der Planungsphase starb. Für ihn waren gerade Linien etwas „Gottloses“ und wider die Natur . Errichtet wurde der Bau nach dem Tod Hundertwassers von dem Architekten Peter Pelikan, einem Freund und Weggefährten des österreichischen Künstlers. Unter der Regie des Brauereibesitzers Leonhard Sallek, der mit Hundertwasser befreundet war, wurde der Turm schließlich, nach einfallsreich und beharrlich überwundenen Schwierigkeiten auf Gemeinde- und Landesebene, in 2010 nach dreijähriger Bauzeit vollendet. Heute ist er ein weithin sichtbarer Besuchermagnet.

Die höchst informative, kurzweilige Brauereiführung entlang der „Kunstspur“ brachte den Sängern nicht nur die Braukunst näher, sondern gab auch Einblicke in das Leben sagenumwobener Weißbierzwerge oder in das Geheimnis des „letzten Abendmahls“ von da Vinci, dessen Kopie sich im ehemaligen Brauereikeller befindet. Die Besteigung des Turmes mit wunderbaren Ein- und Ausblicken war ein Muss, bevor man sich im Brauereizelt mit einem Biergetränk nach Wunsch und einer Brezn stärken konnte.

Nach all diesen starken Eindrücken stand der Sinn nach gemütlichem Abendausklang in einer alten, urgemütlichen Beilngrieser Gaststätte.

Im Mittelpunkt des nächsten Vormittags standen ein Stadtbummel und ein zünftiger Frühschoppen in Schattenhofers Biergarten mit dem einen oder anderen Glas „Hahn“ oder „Hirsch“ aus der Hausbrauerei. Ein leckeres Mittagessen und ein schönes Ständchen für die Wirtsleute,- dann startete man zur Heimfahrt, die zwar glatt, aber leider nicht staufrei verlief.

Wohlbehalten zu Hause angekommen, fanden sich wie stets ein paar Unentwegte noch zu einem gemütlichen Abschluss im Rosenacker zusammen, natürlich.

Es war eine schöne Reise, meinte auch Vorsitzender Herbert Freisberg.

gj

 

 

 

Zuletzt geändert am: Freitag, den 06. Oktober 2017 um 08:39 Uhr

 

 

 

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