Sonntag, den 15. Juli 2018 um 14:31 Uhr

Sängerreise 2018 nach Weiden/Oberpfalz

Weiden – Pilsen – Regensburg

Chorgemeinschaft Braubach auf Fahrt

Im 175-Jahre-Jubiläumsjahr des MGV Braubach 1843 gab es für die traditionelle Vereinsfahrt der Chorgemeinschaft zwei Neuerungen. Statt drei waren die Sänger vier Tage unterwegs, und statt im September lag die Reisezeit im Juni. Zwei positive Änderungen, wie sich herausstellen sollte. Rainer Heidrich hatte diese Reise wie gewohnt sorgfältig vorbereitet und durfte sich am Ende zu Recht über eine toll gelungene Fahrt ebenso wie über die dankbare Anerkennung seiner Vereinskameraden freuen.

Den Tourstart in Braubach bildete wiederum ein reichhaltiges Frühstück im Rosenacker. Nach dieser Stärkung und dem traditionellen „Am kühlenden Morgen“ der stimmlich gut besetzten Truppe unter Jürgen Salzigs Leitung brachte der Bus die Gesellschaft nach 7-stündiger, unterhaltsamer und gar nicht trockener Fahrt wohlbehalten zum Zielort Weiden in der bayrischen Oberpfalz. Weil baustellenhalber das Hotel nicht unmittelbar angefahren werden konnte, zog vom Busparkplatz aus eine erwartungsfrohe kofferrollende Karawane um ein paar Straßenecken zur gebuchten Bleibe. Der „Stadtkrug“ entschädigte für die kleine Unbill mit sehr guter Unterkunft, hervorragender Küche, freundlicher Bedienung, Gemütlichkeit und einer großen Theke. Überdies war das Zentrum der überraschend schönen Weidener Altstadt in nur wenigen Gehminuten erreichbar. So stand einem stimmungsvollen Abschluss des Tages drinnen oder draußen nichts im Weg.

Tag 2 war der tschechischen Stadt Pilsen gewidmet bzw. der weltberühmten Braustätte des beliebten „Pilsner Urquell“. Der Bus schaffte es eben gerade so durch das enge, historische Eingangsportal, dann beeindruckte die Besucher das riesige Ausmaß des gesamten Brauerei-Areals. Eine engagierte Führerin wusste Entstehung und Betrieb der Brauerei, in der das von einem deutschen Braumeister kreierte erste Pils der Welt hergestellt wurde, bestens zu vermitteln. Erstaunlich, das sogar die sehr große „alte“ Braustätte komplett erhalten heute nur noch musealen Zwecken dient. Für die weitere Erkundung war sogar ein Bus vonnöten.

Beeindruckend die kilometerlangen, 18 m tief unter der Oberfläche liegenden feuchten Felsengänge, in denen das Bier reifen und lagern kann. Dort unten konnte auch aus einem großen Holzfass das köstliche Pilsner Urquell nach Belieben verkostet werden. Die gute Akustik begünstigte das Ständchen der Sänger für die hocherfreute Führerin.

Danach faszinierte der Blick in die riesige, von zwei deutschen Firmen installierte Flaschenreinigungs- und –abfüllanlage, in der stündlich bis zu 120 000 Flaschen durchlaufen können, abgefüllt allerdings nicht nur mit Pilsner Urquell. Die Brauerei stellt auch weitere Biere für andere Markennamen her und exportiert in alle Welt.

Die verbliebene Zeit bis zur Abfahrt nutzten die Sänger im Biergarten zum ausgiebigen Genuss des Gerstensaftes. Dann zwängte sich der Bus wieder durch das enge Tor und brachte die Truppe vorbei an Hopfenfeldern und über die tschechische Grenze zurück nach Weiden zu Abendessen, Altstadt, Theke.

Tag 3 geriet mit dem Besuch der alten Bischofs- und Universitätsstadt Regensburg an der Donau zum wahren Höhepunkt der Reise. Eine sehr kurzweilige Führung durch die größte mittelalterliche Altstadt Deutschlands (Unesco-Weltkulturerbe) informierte über den Reichtum an geschichtlichen Ereignissen aus vielen Jahrhunderten und die großartigen Bauwerke (u.a. Steinerne Brücke, Dom, Geschlechtertürme…). Im zweitürmigen Dom St. Peter durfte der Männerchor zwei Lieder aus Schuberts „Deutscher Messe“ zu Gehör bringen. Die Fülle an Eindrücken war schlicht enorm. Die Sänger dankten der Stadtführerin schließlich neben dem „Historischen Wurstkuchl“, der weltältesten Wurstbraterei, mit einem Ständchen, bei dem sie nach dem „Sängergruß von Rheinland-Pfalz“ mit „Wenn du mich lieb hast“ ihren traditionellen „Damenschmeichler“ wirkungsvoll erklingen ließen, sehr zur Freude aller Umstehenden.

Nach weiterer eigenständiger, kamerabewehrter Stadterkundung kamen alle – wohl wegen des warmen Sommerwetters – wie auf Verabredung in einem schattigen Biergarten an der Donau zusammen. Auch hier war, bevor es zurück zum Bus ging, wieder ein Ständchen fällig, diesmal für eine nette Kellnerin!

Nach der Rückkehr gehörte der Abend nach einem wohlschmeckenden Abendessen der Erholung in Form eines gemütlichen Beisammenseins im „Stadtkrug“ bei munterer Plauderei und fröhlichem Gesang mit kräftiger Unterstützung durch Akkordeon, Mundharmonika und Teufelsgeige. Dann war Matratzenhorchdienst angesagt.

Am letzten Tag schlug nach einem opulenten Frühstück die Abschiedsstunde. Ein dankbares Ständchen für die Wirtin und ihre Mitarbeiter,- ja, natürlich auch wieder mit dem „Damenschmeichler“, bei dem erstere sogar ein paar Tränen vergoss-, dann setzte sich wieder eine kofferrollende Karawane in Bewegung hin zum Bus.

Nach nur geringfügig staugestörter Heimfahrt war die Heimatstadt am frühen Abend wieder erreicht. Eine sehr schöne Vereinsfahrt war zu Ende. Und man hatte keinen Regenschirm gebraucht!

Aber ein paar Unentwegte brauchten noch einen kleinen Abendtrunk im Rosenacker.

G.J.

 

 

Zuletzt geändert am: Sonntag, den 15. Juli 2018 um 14:47 Uhr
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