Dienstag, den 28. Mai 2013 um 14:43 Uhr

"Willkommen im Brohltal" Familienfest des MGV Braubach 1843 e.V.

Familienfest des MGV Braubach am 25.05.  2013

Auf schmalen Gleisen zum großen Vergnügen

Am letzten Maiwochenende startete der MGV Braubach 1843 seine diesjährige traditionelle Frühlingsfahrt, von Uli Gramsch perfekt vorbereitet. Der Ruckes-Bus brachte 46 von Beginn an bestens gelaunte Teilnehmer in kurzer Fahrt nach Brohl am Rhein, und zwar zum Bahnhof der Brohltaler Schmalspur-Eisenbahn.

Ein paar voreilige Regentropfen verzogen sich schleunigst angesichts der zahlreichen erwartungsfrohen Gäste, die sich zur „Früh-Kölsch-Fahrt“ im „Vulkan-Express“ eingefunden hatten, etliche davon schon merklich „vorgeglüht“.

 

 Ein Kraftprotz (1.200 PS), die vor 5 Jahren in Spanien erstandene und aufwändig wieder betriebsbereit hergerichtete 48 t-Henschel-Diesellok startete pünktlich 14.10 h und hatte keine Mühe, die 7 historischen, vollbesetzten Wagen auf der 1000 mm-Schmalspur rund 18 km weit von Brohl bis zur Endstation Engeln zu befördern und dabei rund 400 m Höhenunterschied zu bewältigen,- eine echte Steilstrecke also, einmalig im westlichen Deutschland! Bei mäßiger Geschwindigkeit (max. 20 km/h) zu fahren, in den Ohren das regelmäßige Tok-Tok-Tok der Räder auf den Schienenfugen,- das vermittelte schon ein besonderes Reisegefühl, „wie früher“ halt. Welch glückliche Fügung, dass 1987 ein paar unbeirrbare Idealisten eine Gesellschaft gründeten, um die von der Stilllegung bedrohte Schmalspurbahn zu übernehmen, und bis heute betriebsbereit zu halten, zur Freude unzähliger Menschen. In Bälde wird auch wieder eine nach über 40jähriger Stillstandzeit betriebsfähig hergerichtete echte Dampflok als „Zugpferd“ dienen können.

Nun also durchs wunderschöne, mineralquellenreiche Brohltal (Tönissteiner, Rhodius), über zwei Viadukte, durch einen Tunnel (dunkel, Küssen verboten!), vorbei an markanten Vulkankegeln bis auf die Osteifelhöhen,- nach 7 Haltestationen, u.a. Bad Tönisstein, Burgbrohl, Niederzissen (hier wurde ein etwas längerer Halt eingelegt zum …. Entsorgen überflüssiger körpereigener Flüssigkeiten), war Engeln erreicht.

Hier sortierten sich die Bahnreisenden. Die Lauffreudigen starteten zu einer 8 km langen, geführten, informativen Wanderung bis Oberzissen, bei gutem Wanderwetter, in herrlicher, üppig-grüner Landschaft mir faszinierenden Ausblicken. Die „Fußmüden“ dagegen gönnten sich im Engelner Bahnhofsrestaurant Kaffee, Kuchen und andere Genüsse.

Dann teilte sich der Zug. Die erste Abfahrt führte schnurstracks zurück bis Brohl. Die spätere zweite machte Station in Oberzissen, um dort die weit auseinandergezogen eintrudelnden Wanderer aufzunehmen. Ein paar zunächst „Vermisste“ hatten sich irrtümlich bis Niederzissen „durchgeschlagen“ und konnten dort aufgelesen werden,- alles in Butter!

Der Vulkan-Express brachte seine fröhliche Fracht zuverlässig zu Tal. Dabei bewahrte freundliches (sämtlich ehrenamtliches) Personal alle Wageninsassen mit geeigneten „Mitteln“ jederzeit vor dem Austrocknen. Mancher setzte sich praktischerweise direkt im Marketenderwagen fest.

Brohl war wieder erreicht. Diesmal allerdings ließen sich die Regentropfen von der Fröhlichkeit der Reisenden nicht mehr vertreiben und nässten kraftig die letzten fußläufigen Meter bis zum Lokschuppen! Sei’s drum!

 

Im Lokschuppen schließlich gerieten die angefeuchteten Zuginsassen in „enne Kölsche Owend“. Eine Zwei-Mann-Kapelle mühte sich um echte „Kölsche Tön“, und wo immer sich am Tisch eine „Leere“ auftat, war flugs wieder ein volles Glas „Kölsch“ zur Stelle. Ehrenamtliche Helfer sorgten gut organisiert und ebenso gelaunt in beachtlicher Geschwindigkeit für die Ausgabe deftiger, wohlschmeckend-sättigender Kost.

Den Braubachern, durch deren Städtchen ja auch einmal eine Kleinbahn, die nassauische, gefahren ist, setzte dem weiteren Genuss von Speis und vor allem Tank allerdings der Busabfahrtstermin ein Ende. Wer weiß, wozu das gut war!

In der Abenddämmerung startete man zur Heimfahrt und landete wohlbehalten in Braubach, rechtzeitig genug, um die zweite Halbzeit des erstmalig deutsch-deutschen Champions-League-Finals zwischen Bayern München und Borussia Dortmund im Heimkino verfolgen zu können.

Eine erlebnisreiche Frühlingsfahrt war zu Ende, und zu den stärksten Eindrücken gehört ganz sicher auch, was Liebe zur Eisenbahn, verbunden mit unermüdlichem ehrenamtlichem Engagement für eine gute Sache, z.B. der Brohltal-Schmalspureisenbahn, zum Wohle der Allgemeinheit zuwege bringen kann!. Ohne dies hätte die Frühlingsfahrt des MGV Braubach 1843 ein anderes Ziel haben müssen.

G.J.

Zuletzt geändert am: Dienstag, den 28. Mai 2013 um 15:50 Uhr

 

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